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18.03.19

130 Bürger informieren sich zu ersten Entwicklungsperspektiven der Barker-Barracks

Großes Interesse an CDU-Versammlung zur Kasernen-Konversion

Die Entwicklung der Konversionsflächen bewegen die Paderbornerinnen und Paderborner. Rund 130 Interessierte waren am Dienstagabend bei einer Bürgerversammlung der CDU-Stadtfraktion zu Gast, in der die ersten Gedanken zu den „Barker Barracks“ im Osten der Stadt von der Technischen Beigeordneten Claudia Warnecke erläutert wurden. Zu der Veranstaltung hatten die CDU-Ratsvertreter Mechthild Pleininger, Andrea Sonnenberg sowie Wolfgang Glunz (Foto) in die Mensa der Gymnasien Pelizaeus und Reismann eingeladen. Es war die dritte Veranstaltung dieser Art der Christdemokraten binnen Jahresfrist, nachdem zunächst die Entwicklungen im Bereich Alanbrooke und in der Folge der Dempsey Kaserne in Schloß Neuhaus an der Husarenstraße beleuchtet worden waren.

Mit 54 Hektar ist das Barker-Gelände etwa genauso groß wie der Bereich der Paderborner City innerhalb des Inneren Rings. Ende des Jahres wollen die Briten die Panzerkaserne verlassen. In den kommenden Monaten sollen Ideen für eine funktionsfähige Nutzungsmischung aus Wohnen, Arbeiten, Dienstleistungen, Forschen, technologieorientiertes Gewerbe, Kultur, Kita, Bürgerzentrum und Freizeiteinrichtungen entwickelt werden. „Für uns ist es wichtig, dass wir die Bürgerinnen und Bürger vom ersten Moment an mit auf einen langen gemeinsamen Weg mitnehmen“, sagte Mechthild Pleininger in ihrer Begrüßung und Wolfgang Glunz kündigte im weiteren Verlauf der Veranstaltung an, dass die CDU-Fraktion gerade ob der langen Entscheidungskette noch mehrmals auf die Bürger zukommen werde. Für Andrea Sonnenberg ist der gesamte Konversionsprozess gar „eine Jahrhundertaufgabe“.

Allein die Entwicklung der Barker Barracks kann sich laut der Technischen Beigeordneten bis zu 30 Jahre hinziehen. Für Claudia Warnecke ist die Revitalisierung des Areals Barker und dessen Integration in das Stadtgefüge – die City liegt knapp drei Kilometer entfernt - eine zentrale Zukunftsaufgabe der Stadt Paderborn. Aufgrund der Größe der Kaserne und des Entwicklungszeitraums wird die Frage zu klären sein, was Paderborn braucht, um auch in 30 Jahren für kreative und wirtschaftlich agile Milieus im Wettstreit mit den Metropolregionen interessant zu sein. Hierzu soll ein beispielgebender Aktivierungs- und Beteiligungsprozess angestoßen werden, der die gesamte Stadtgesellschaft anspricht und treibende Kräfte und Motoren der Zivilgesellschaft für den Prozess begeistert und dauerhaft einbindet. „Das Areal Barker wird somit zum `Stadtlabor´ für die gesamte Region“, unterstrich Claudia Warnecke, die schließlich auch über die nächsten Schritte informierte. Zum Ende des Jahres erfolgt die Rückgabe des Areals an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Sollten im Anschluss zunächst der Bund und dann das Land erwartungsgemäß auf eine Folgenutzung verzichten, würde die Stadt – sechs Monate sind dazu Zeit - die Möglichkeit der Ausübung der Erstzugriffsoption prüfen und könnte dann ihr Erstzugriffsinteresse erklären, wie es bereits im Bereich Alanbrooke passiert ist.

Im Anschluss an den Vortrag der Technischen Beigeordneten nahmen die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit zahlreich wahr, Fragen zu stellen und es entwickelten sich angeregte Diskussionen.