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26.11.18

Qualität Westfälischer Kammerspiele lanfristig sichern

CDU-Ratsherr lobt Theaterkultur als wichtiger Standortfaktor

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Paderborn unterstützt den Vorschlag von Bürgermeister Michael Dreier, die Verlustabdeckung von Stadt und Kreis Paderborn für das Theater Paderborn zu verlängern und anzupassen. Der Vorsitzende Markus Mertens, der gemeinsam mit Wolfgang Glunz (Foto) für die CDU auch Mitglied des Aufsichtsrates ist, informierte in einer Pressemitteilung darüber, dass seine Fraktion im Zuge der Haushaltsberatungen dazu ein einstimmiges Votum abgegeben habe. „Das Theater ist ein höchst wichtiger Standortfaktor für unsere prosperierende Stadt, das eine sehr hohe Akzeptanz und in seinen Vorstellungen eine deutschlandweit erstklassige Auslastung erfährt“, lobt Mertens. Diese hohe Qualität koste Geld, doch seien Finanzmittel, die in die weichen Standortfaktoren wie Kultur oder Sport investiert werden, für die Christdemokraten bestens angelegt und auch unverzichtbar.

 (Zur weiteren Information lesen Sie eine Meldung des städtischen Presse- und Informationsamtes:)

Der städtebaulich imposante Neubau am Neuen Platz, die mit mehr als 80 Prozent hohe Auslastung und die gelungene Mischung aus zeitgenössischer Dramatik und klassischen Werken, Musikproduktionen und Kinderstücken – das Theater Paderborn Westfälische Kammerspiele trifft den Nerv seiner Besucherinnen und Besucher. Die hohe Akzeptanz und das anspruchsvolle künstlerische Niveau sollen auch in der Zukunft gesichert und weiterentwickelt werden“, so Bürgermeister Michael Dreier und Landrat Manfred Müller in einer gleich lautenden Vorlage für Rat und Kreistag.
Darum wollen Stadt und Kreis Paderborn als Gesellschafter die Verlustabdeckungsvereinbarung verlängern. Einen entsprechenden Beschluss empfehlen Bürgermeister und Landrat dem Rat der Stadt Paderborn und dem Kreistag für die Dezembersitzung. Der Kreis Paderborn finanziert mit einem Drittel zusammen mit der Stadt Paderborn (zwei Drittel) den ungedeckten Betrag aus dem Geschäftsbetrieb des Theaters Paderborn.
Ab dem Spieljahr 2020/2021 wird bei der Finanzierung des Theaters eine Lücke im Etat zu schließen sein. Ab diesem Zeitpunkt fallen die Zuwendungen der Förderstiftung Paderborn weg. Um die Zukunft des Theaters nachhaltig zu sichern, wollen Stadt und Kreis Paderborn ihre Verlustabdeckungsvereinbarung verlängern. Die Mitte des kommenden Jahres auslaufende Verlustabdeckungsvereinbarung soll zunächst um fünf Jahre verlängert werden, so sieht es der gemeinsame Vorschlag von Stadt- und Kreisverwaltung vor.
„Unser Theater ist ein Publikumsmagnet und kultureller Leuchtturm für unsere Stadt, ein Aushängeschild und wichtiger Standortfaktor. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Deshalb wollen wir jetzt die Finanzierung auch für die Zukunft auf sichere Beine stellen“, betont Bürgermeister Michael Dreier das Ziel des gemeinsamen Vorschlags. Das Theater habe unter der Intendanz von Katharina Kreuzhage mit etwa 65.000 Besuchern jährlich eine hervorragende Entwicklung genommen, die es fortzusetzen gelte.
„Das Theater ist für den ganzen Kreis Paderborn eine große Bereicherung für die Kultur, die es auf diesem Niveau zu halten gilt. Es ist unverzichtbar, um Lebensqualität zu sichern und kulturelle Impulse für den gesellschaftspolitischen Diskurs zu erhalten,“ unterstreicht Landrat Manfred Müller.
Der Landrat verwies darauf, dass eine Region, die dauerhaft attraktiv für hochqualifizierte Fachkräfte sein wolle, zwingend auch ein niveauvolles Kulturangebot für die gesamte Bevölkerung anbieten müsse.
Deshalb sei die Verlängerung und Anpassung der Verlustabdeckung ein wichtiger und richtiger Schritt.