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06.05.19

Filmpremiere: Rathaus wird Kinosaal

CDU-Ratsherr kommentiert visulles Gedächnis einer Stadt

Michael Pavlicic Der Unionspolitiker und stellvertretender Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung Michael Pavlicic (Foto) wies in seinem Vortrag zur Filmpremiere „Paderborn – Stadt im Wandel“ auf die besondere Entwicklungsphase Paderborns in den Jahren 1920-1960 hin.

(Für weitere Informationen lesen Sie die Meldung des städtischen Presse- und Informationsamtes).

Am Donnerstagabend erlebte der Film „Paderborn – Stadt im Wandel“ seine Uraufführung im Historischen Rathaus. Der Film, der vom LWL–Medienzentrum für Westfalen und dem Stadt- und Kreisarchiv Paderborn produziert wurde, zeigt die Veränderungen im Paderborner Stadtbild der 1920er Jahre bis 1960. „Heute verwandelt sich das Rathaus in einen Kinosaal“, freute sich Bürgermeister Michael Dreier in seiner Begrüßung über das große Interesse an dieser besonderen Filmpremiere. Der stellvertretende Vorsitzende der LWL-Landschaftsversammlung Michael Pavlicic stellte in seinem Grußwort die Bedeutung des Mediums Film heraus, das neben der Fotografie das visuelle Gedächtnis des 20. Jahrhunderts darstelle. "Paderborn - Stadt im Wandel" sei ein spannendes Dokument einer vergangenen Zeit, so Pavlicic. Den roten Faden des Films „Paderborn – Stadt im Wandel“ bilden die baulichen Veränderungen in der Stadt. Doch auch die jeweiligen historischen Bedingungen und Lebensumstände der Menschen, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen, aus denen die Baugeschichte folgt, kommen nicht zu kurz. Das Drehbuch des Films entwickelte die Bochumer Filmautorin Andrea Wirtz, die hierzu das historische Filmmaterial des Stadt- und Kreisarchivs sichtete. Bereichert werden die Paderborner Aufnahmen mit Szenen aus dem Film „Use Liburges“ über das Liborijubiläum 1936 und einigen Sequenzen aus den Sammlungen des LWL–Medienzentrums. Zahlreiche Fotografien, wiederum aus dem Stadt- und Kreisarchiv, ergänzen die bewegten Bilder. Die dreiviertelstündige Reise durch die Paderborner Geschichte erinnert an die Wohnungsmisere in den 1920er Jahren, die durch die Wohnungsbaugesellschaften gelindert wurde, an die Verbesserung der städtischen Infrastruktur, an die Arbeitswelt und herausragende Feste wie Libori, an die Kriegszerstörung und den Wiederaufbau und den wirtschaftlichen Aufschwung durch den Ostwestfalenplan. Fünf Zeitzeugen und Experten für die Paderborner Baugeschichte kommentieren die Film- und Fotoszenen: Neben Gerda Böddeker (*1936), Heinz Claes (*1931) und Jost Wedekin (*1935) als Zeitzeugen sind die Architekturspezialisten Dr. Heinrich Otten von der LWL-Denkmalpflege und Klaus Hohmann, Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur Paderborner Architekturgeschichte, zu sehen und zu hören. Nach der Filmvorführung standen die Filmbeteiligten dem Publikum Rede und Antwort. So erläuterte Dr. Markus Köster, Leiter des LWL-Medienzentrums für Westfalen, wie die Idee zu "Paderborn - Stadt im Wandel" entstanden ist. Einblicke in die Produktion des Films, für den das ursprünglich stumme Material nachvertont wurde, gab die Filmautorin Andrea Wirtz. "Paderborn - Stadt im Wandel" ist ab sofort zum Preis von 14,90 € im Buchhandel, beim Verkehrsverein Paderborn sowie beim LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster erhältlich. Die DVD enthält als Bonusmaterial auch den Film „Use Liburges“ aus dem Jahr 1936 und ein Booklet mit Texten zur Stadtgeschichte, zur Bildüberlieferung im Stadt- und Kreisarchiv Paderborn sowie Erläuterungen zum Film „Use Liburges“. Schulen wird der Film auf dem Medien-Portal „Edmond“ zur Verfügung gestellt.